Statement zum Ergebnis des 3. Energiegipfels vom 2. Juli 2007 - Energieintensive Industrie bangt weiter um ihre Zukunft

10.07.2007 | Nach Aussage von Heribert Hauck, zuständig für Energiewirtschaft bei der TRIMET ALUMINIUM AG, Düsseldorf/Essen, kann ein verstärkter Ausbau der erneuerbaren Energien die Existenz der Grundstoffindustrie in Deutschland nicht sichern.

Durch die garantierte Vergütung eines Strompreises für EEG-Strom – der nach wie vor weit über dem derzeitigen Marktpreisniveau für Grundlaststrom liegt – und wegen der großen Schwankungen bei der Einspeisung von Windstrom, ist diese Art der Energieerzeugung viel zu teuer und viel zu unzuverlässig, um den Strombedarf energieintensiver Unternehmen zu decken.

Hinzu kommt, dass der für den Transport steigender Windstrommengen notwendige Netzausbau in den kommenden Jahren zweistellige Milliardenbeträge verschlingt, die auf die Stromkunden in Deutschland umgelegt werden. Diese Mehrkosten treffen jeden Haushalt, besonders stark jedoch die energieintensive Industrie.

Auch aus ökologischer Sicht ist der weitere massive Ausbau der erneuerbaren Energien auf Basis heutiger Technik fraglich, denn die CO2-Vermeidungskosten von Wind-, Biomasse- und Sonnenenergie sind um ein Vielfaches höher als die Kosten für vergleichbare CO2-Einsparungen durch moderne beziehungsweise modernisierte konventionelle Kraftwerke.

Eine Energie-Zukunft ohne Braunkohle, Kernkraft und Steinkohle wäre daher nach Haucks Einschätzung das Ende der Industrieproduktion in Deutschland und damit auch das Ende des von der industriellen Wirtschaftskraft abhängenden Wohlstandes in Deutschland.

Von: Mathias Scheben

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