CDU und GAL spielen in Hamburg auf Zeit: Moorburg-Frage ungeklärt

18.04.2008 | Stellungnahme des Vorstandsvorsitzenden der TRIMET ALUMINIUM AG, Heinz-Peter Schlüter

„Wenn es zutrifft, dass die Vertragspartner für Hamburg eine Energieversorgung wollen, die dem Anspruch der Verbraucher und Verbraucherinnen auf eine verlässliche und kostengünstige Energielieferung, den Klimaschutzzielen und insbesondere einem hohen Wirkungsgrad von Kraftwerken und niedrigem spezifischem CO2-Ausstoß gerecht wird, dann muss das Kohlekraftwerk gebaut werden.

Wenn sich die neue Koalition nicht schnell für das nach letztem Stand der Umwelttechnik geplante Kohlekraftwerk Moorburg entscheidet, dann wird sie der Stadt Hamburg dauerhaft Schaden zufügen. Die jetzt ausgerufene Hängepartie ist Hamburgs eher unwürdig und kommt am Ende alle Hamburger vielleicht teuer zu stehen. Mit höheren Strompreisen und Versorgungsengpässen würde der neue Senat seinen Wählern einen Bärendienst erweisen, abgesehen von ausbleibenden Investitionen und den neuen Risiken für viele Arbeitsplätze. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt  würde vorsätzlich aufs Spiel gesetzt.

Für die TRIMET ALUMINIUM AG könnte es unter diesen Umständen nicht leicht werden, die erst vor einem knappen Jahr wieder in Betrieb genommene Hütte in Finkenwerder weiter zu betreiben. Weitere Investitionen in den Standort und neue Arbeitsplätze wären ohne bezahlbare Energie aus einem Grundlastkraftwerk in Moorburg mehr als schwierig. Wir halten den Aufschub für kontraproduktiv. Wir können all das nicht auf sich beruhen lassen.

Wir hoffen auf die Vernunft der kommenden Parteitage, zumindest bei der CDU. Deren Delegierte sind hoffentlich näher am Wähler als die Verhandlungsführer. Sie können den möglicherweise beabsichtigten K.O. auf Raten für Moorburg noch kippen und die drohende Beschädigung Hamburgs abwenden.“

Von: Heinz-Peter Schlüter

Menü
Zurück