Prognosen für Aluminium bleiben schwierig

19.06.2009 | Im Februar 2009 erreichte die 3-Monats-Aluminium-Notierung an der LME mit USD 1.275,00 / to ihren bisherigen Jahrestiefststand. Der niedrigste Kurs des vergangenen Monats wurde am 28. Mai mit USD 1.400,00 / to notiert. Danach stiegen die LME-Preise deutlich an um über 17 Prozent auf rund USD 1.640,00 / to.

Ausschlaggebend hierfür waren der schwache Dollar, höhere Ölpreise sowie Investmentfunds, die neue Positionen eingegangen sind. Es war weniger die physische Nachfrage nach Aluminium, obwohl diese leicht zugenommen hat.

Die LME-Bestände steigen weiter an. Im Mai haben sie um 445.000 Tonnen auf über 4,2 Mio. Tonnen zugelegt. Dieser Trend setzte sich im Juni fort. Inzwischen belaufen sich die Bestände auf fast 4,4 Mio. Tonnen. Von einer Verknappung zu sprechen wäre daher sicherlich falsch. Wenn man sich aber vor Augen führt, dass (geschätzt) über 50 Prozent der LME-Bestände in langfristigen Finanzierungsgeschäften gebunden sind, erscheinen die Vorräte von beinahe 4,4 Mio. Tonnen in einem anderen Licht.

Vor diesem Hintergrund ist es leichter verständlich, dass trotz steigender Bestände die LME-Notierung anzieht – und auch die Prämien für physisches Metall.

Von: Heinz Walter

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