Das Geschäftsjahr 2008/2009: Die TRIMET-Mannschaft meistert schwere Zeiten

01.10.2009 | Fest entschlossen und guten Mutes setzt die Essener TRIMET ALUMINIUM AG nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2008/2009 nun Hoffnungen auf die Erholung der Märkte. Zum einen ziehe die Nachfrage jetzt langsam wieder an, doch die wahren Gründe für den Optimismus gelten eher mittelfristig: „Aluminium ist das Metall der Zukunft“, sagt der Alleininhaber und Aufsichtsratsvorsitzende Heinz-Peter Schlüter, „wir speichern mit unserem Aluminium Energie, schonen im Recycling die Ressourcen, und mit unseren Produkten ersparen wir der Umwelt jährlich rund 1,7 Mio. Tonnen CO2.“

Ein unabhängiges Institut hat den Umweltnutzen von Aluminium über seine Nutzungsdauer hinweg nach umfänglichen Untersuchungen in diesen Wochen bestätigt.  

Das abgelaufene Geschäftsjahr (1.7. /30.6.) konnte TRIMET trotz der Wirtschaftskrise mit Gewinn abschließen. Als Folge gesunkener Metallpreise und rückläufiger Produktions- und Handelsmengen sank der Umsatz in den vier Bereichen Metals & Energy, Primary Products, Recycling und Automotive von 1.112,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 827,0 Euro, das Jahresergebnis erreichte 13 Mio. Euro, nach einer Sonderabschreibung 1,2 Mio. Euro. Im Vorjahr waren 39,8 Mio. Euro als Ergebnis ausgewiesen worden.
 
Die Vermögens- und Finanzlage ist durch eine um 2 Prozentpunkte auf 37,1 gestiegene Eigenkapitalquote und auf 111,4 Mio. Euro gestiegene liquide Mittel geprägt. Die Nettofinanzforderungen gegen Banken erhöhten sich von 78 Mio. Euro auf 85,8 Mio. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat sind sich sicher, die „schweren Zeiten“ gemeistert zu haben; besonderer Dank gebühre den Mitarbeitern. Sie nutzen die an einigen Standorten eingerichtete Kurzarbeit zu freiwilligen Weiterbildungsmaßnahmen. Die Zahl der Mitarbeiter blieb mit 1.548 nahezu konstant (Vorjahr 1.569), die Zahl der Auszubildenden stieg von 73 auf 86: Legt man den bei TRIMET bewirkten Umweltnutzen auf die Köpfe der Belegschaft um, so erspart jeder TRIMET-Mitarbeiter mit seiner Arbeit der Umwelt mehr als 1.000 Tonnen CO2-Emissionen im Jahr.
 
Man werde gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen, heißt es bei TRIMET. Voraussetzung sei jedoch eine zu annehmbaren Preisen gesicherte Stromversorgung der energieintensiven Hütten in Essen und Hamburg. Dazu fordert man für die kommenden drei Jahre Kompensationszahlungen für die von den Energiekonzernen in die Stromtarife eingepreisten CO2-Zertifikatekosten und ab 2013 eine umfassende Befreiung. Komme diese Entlastung nicht, sei die Existenz der TRIMET-Hütten in Essen und Hamburg mit insgesamt rund 1.000 Arbeitsplätzen in größter Gefahr; einen „Plan B“ gebe es nicht.

Von: Mathias Scheben

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