TRIMET hilft Armen in Lateinamerika

26.11.2009 | Alu-Sammelaktion mit Essener Entsorgungsbetrieben und ADVENIAT gestartet. Deutschlands größter Aluminium-Produzent TRIMET unterstützt in einer Gemeinschaftsaktion mit dem bischöflichen Hilfswerk ADVENIAT und den Essener Entsorgungsbetrieben (EBE) benachteiligte Menschen in Lateinamerika. In Essener Kirchengemeinden wird unter dem Motto „Lichter für Lateinamerika“ Aluminium gesammelt.

Der Erlös hilft Armen in Lateinamerika wie etwa den Müllsammlern im brasilianischen Campinas, die dort mit Hilfe von Ordensschwestern eine kleine Kooperative gegründet haben.

„Alles, was aus Aluminium ist, kann gesammelt werden“, betonte Thomas Reuther, Mitglied des Vorstandes der TRIMET ALUMINIUM AG, bei der Vorstellung der Aktion am 25. November in der Dionysiusgemeinde in Essen-Borbeck. In der Weihnachtszeit fallen natürlich viele abgebrannte Teelichter an. Aber auch Folien, Becherdeckel oder Flaschenkappen aus Aluminium können gesammelt werden. Zwar sei die Idee in einer Zeit geboren worden, als die Rohstoffpreise noch sehr hoch gewesen seien, so Reuther, „aber Recycling lohnt immer“. Aluminium habe seinen Ruf als Energieverbraucher zu Unrecht. „Wir sagen, Aluminium ist ein Energiespeicher, denn Aluminium kann man unendlich recyceln“, sagt Reuther.

Ein ähnliches Projekt führt TRIMET nach Reuthers Worten schon seit Jahren mit einer Grundschule im sauerländischen Berge durch. Auch dort wird Aluminium gesammelt, der Erlös kommt der Schule zugute. „Wir zahlen dafür natürlich auch politische Preise, um die sozialen Projekte zu unterstützen“, betonte Reuther. Die EBE stellen laut Harald Wirtz, Leiter Finanzen der Entsorgungsbetriebe, die Mülltonnen bereit und bringen die vollen Tonnen zur TRIMET.

Die Idee zur Aluminium-Sammelaktion kam von Jörg Storz aus Hamm. Mit der Sammelaktion könne man Bildung, Entwicklungshilfe und Naturschutz unter einen Hut bringen. Den Umweltgedanken griff auch ADVENIAT-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka auf. „Wir müssen alles tun, damit die Natur nicht irreparabel geschädigt wird“, betonte er. Die drei Essener Kirchengemeinden, in denen die Aluminium-Sammeltonnen aufgestellt wurden, sind nach den Wort von Christian Frevel, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von ADVENIAT, Pilotprojekte. Wenn die Aktion erfolgreich sei, solle sie fortgeführt werden. „Im Sommer gibt es schließlich die Grillsaison mit vielen Aluminiumschalen“, fügte Alexander Pabst, Leiter der EBE-Unternehmenplanung an.

Von: Matthias Nückel

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