China boomt – Metalle, Aktien und Euro schwächeln

22.01.2010 | Chinas Wirtschaft boomt weiter, das Wachstum ist kaum zu bremsen. Im vierten Quartal 2009 stieg das Bruttosozialprodukt sogar wieder zweistellig, die Wirtschaftsleistung legte nämlich um 10,7 Prozent zu. Im Gesamtjahr 2009 wuchs Chinas Wirtschaft um 8,7 Prozent. Das ist sehr erstaunlich, weil im vergangenen Sommer nur ein Wachstum von 5 Prozent prognostiziert wurde. Aus Angst vor einer Überhitzung der Wirtschaft versucht die Regierung deshalb nun, Kreditvergaben einzudämmen.

Der Höhenflug bei den Metallen scheint zunächst einmal unterbrochen zu sein, die Notierungen gaben gestern nach. Aluminium rutschte unter die wichtige Marke von USD 2.250,-- / to, Kupfer fiel sehr deutlich zurück bis auf USD 7.250,-- / to, die restlichen LME-Metalle notierten ebenfalls schwächer.

Auch die Aktienmärkte knickten ein – und das trotz überraschend guter Bilanzzahlen von Goldman Sachs; die Bank hatte einen Quartalsgewinn von 9,62 Mrd. Dollar gemeldet. Ernüchternde USArbeitsmarktdaten drückten dann aber die gute Stimmung an den Aktienmärkten. Der Dow Jones brach ein und auch der DAX ist mit den schwachen US-Börsen deutlich ins Minus gerutscht. Dabei hat er sogar eine wichtige Unterstützungslinie durchbrochen, die bei 5.830 Punkten angesiedelt war.

Nach Kursverlusten in den letzten Tagen präsentierte sich der Euro gestern erneut schwach. Erstmals seit August 2009 handelte er wieder unterhalb der Marke von 1,41 Dollar.

Von: Heinz Walter

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