Trotz leichter Erholung – Euro bleibt angeschlagen

04.02.2010 | So schnell ändern sich die Zeiten: Noch Anfang Dezember 2009 hatte der Wechselkurs des Euro bei 1,50 Dollar gelegen und der Weg in Richtung 1,60 Dollar schien offen. Damals hieß es, der Dollar sei angeschlagen, jetzt ist es der Euro, der Sorgen bereitet.

Der Euro trumpfte solange stark auf, bis die Sorgen um die griechische Finanzlage plötzlich auf der Tagesordnung auftauchte. Mittlerweile soll der Schuldenberg Griechenlands auf rund 300 Mrd. Euro angewachsen sein. Aber es ist ja nicht nur Griechenland allein: Auch in Irland und Italien sowie in Spanien und Portugal klaffen große Löcher im Haushalt.

Die Schieflage dieser Länder wirkt sich zunehmend belastend für den Euro aus. Nur wenn sich die Konjunktur in der Eurozone nachhaltig verbessert, scheint eine Konsolidierung der Staatsfinanzen möglich zu sein. Manche Experten sind skeptisch und setzen momentan auf einen Dollar-Anstieg.

Die LME-Metalle konnten sich gestern von ihren Tiefkursen erholen. Aluminium notierte wieder über USD 2.100,-- und Kupfer handelte oberhalb von USD 6.800,-- / to. Auch der DAX hat wieder Fahrt aufgenommen und schloss gestern über 5.700 Punkten.

Von: Heinz Walter

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