Euro sackt weiter ab

26.02.2010 | Der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar hat zuletzt wieder deutlich an Boden verloren. An den Devisenmärkten wachsen deshalb die Sorgen um den Euro wieder. Grund ist im Wesentlichen die anhaltende Haushaltskrise Griechenlands, die direkte Auswirkungen auf den Kurs des Euro hat.

Aber das ist es nicht allein: man befürchtet eine Ausweitung auf andere Länder der Euro-Zone. Im Fokus stehen stark verschuldete Länder wie z.B. Spanien, Portugal und Irland. Mitentscheidend wird der weitere Verlauf der Konjunkturentwicklung in Europa sein, wobei es mit dem unerwarteten Rückgang des Ifo-Index bereits einen kleinen Rückschlag gab.

Die Sorgen über die Kreditwürdigkeit Griechenlands belasten auch die Aktienmärkte. Zudem drückten gestern schwache Konjunkturdaten aus den USA auf die Stimmung. Die Zahl der dort registrierten Arbeitslosen lag im Januar 2010 wieder höher als im Dezember 2009. Außerdem ging der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter um 0,6 Prozent zurück.

Positives gab es dagegen vom deutschen Arbeitsmarkt zu vermelden. Trotz des strengen Winters und den Folgen der Wirtschaftskrise ist die Zahl der Arbeitslosen lediglich „im jahreszeitlich üblichen Umfang gestiegen“. Experten hatten einen wesentlich höheren Zuwachs erwartet. Und so wird aus einer weniger guten Meldung eine gute Nachricht.

Von: Heinz Walter

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