Euro sinkt - Finanzmärkte verunsichert - Metalle schwächer

05.05.2010 | Skepsis und Spekulationen über eine Ausweitung der Schuldenkrise in Europa belasten erneut die Märkte. Der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar befindet sich weiter im Sinkflug. Gestern notierte er wiederum schwächer und reagiert damit auf Gerüchte, wonach der Finanzbedarf Griechenlands bis Ende 2012 höher sein wird als die vereinbarte Kreditsumme von 110 Mrd. Euro.

Notierungen von dauerhaft unter 1,30 Dollar werden von Experten für möglich gehalten. Verunsicherung auch an den Aktienmärkten. Es kursieren Gerüchte, nach denen Spanien angeblich 280 Mrd. Euro zur Refinanzierung benötige. Außerdem sei das Rettungspaket für Griechenland zu klein.

Der DAX mußte erhebliche Einbussen hinnehmen und fiel gestern auf das Tagestief von 5.995 Punkten, schloß aber bei 6.007 Zählern. Die Stimmung kippt wieder. Nach dem "Bank Holiday" am Montag notierten die Metallmärkte schwächer. Kupfer handelte mit knapp über USD 7.000,-- / to auf einem 2-Monats-Tief, Aluminium fiel wieder unter die USD 2.200,-- Marke.

Damit reagierten die Metalle auch auf den rückläufigen Euro. Aber es gibt auch einen Gewinner zu vermelden: Gold. Aus Furcht vor den Schuldenproblemen greifen Anleger wieder vermehrt zu diesem Edelmetall. Der Goldkurs erreichte gestern mit 1.186 USD je Feinunze einmal mehr ein neues Jahreshoch.

Von: Heinz Walter

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