Schwacher Euro zieht Rohstoffpreise nach unten

08.06.2010 | Der schwache Euro wirkt sich zunehmend belastend auf die Rohstoffpreise aus. Betroffen sind fast alle Rohstoffe, die in Dollar notiert werden, also auch die LME-Metalle. Aluminium stürzte bis auf USD 1.840,-- / to, Kupfer fiel unter USD 6.100,-- / to und war damit so günstig wie zuletzt im Oktober 2009. Beide Metalle konnten sich bis zum Ende des Börsentages aber wieder leicht erholen.

Der Ölpreis sackte zeitweise unter USD 70,-- pro Barrel. Die Rohstoffpreise sind seit einiger Zeit stark an die Euro-Entwicklung gekoppelt, schwächelt der Euro, fallen die Rohstoffpreise und umgekehrt. Nur Gold, das von seinem Ruf als sicherer Hafen profitiert, bildet die Ausnahme.

Gestern rutschte der Euro bis auf 1,1878 Dollar, dem niedrigsten Stand seit März 2006. Entwarnung ist nicht in Sicht, denn neben den Schuldenproblemen einiger europäischer Länder drückt auch die Sorge vor konjunkturellen Rückschlägen auf die Stimmung.

In diesem Zusammenhang hat sich Ungarn hervorgetan und die Finanzmärkte mit widersprüchlichen Aussagen über die Staatsverschuldung verschreckt. Das wird negative Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit Ungarns haben. Möglicherweise droht sogar eine Herabstufung und es wird Monate dauern, um das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen.

Von: Heinz Walter

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