„Open Houses Ruhr 2010“ am „Ort im Land der Ideen“ – TRIMET in Essen hat die Bürger zu Gast

17.06.2010 | Essen – Wenn die Essener TRIMET ALUMINIUM AG in Essen-Borbeck ihre Werkstore für Besucher öffnet, dann ist das Interesse stets sehr groß. Ob Schülergruppen, Journalisten, Angehörige der Mitarbeiter, ob Nachbarn oder Vertreter des öffentlichen Lebens:

Alle interessieren sich für den faszinierenden Vorgang der so genannten Elektrolyse, bei der aus Tonerde, Petrolkoks und elektrischem Strom glühend rot und flüssig das Leichtmetall Aluminium entsteht.

In ihren geschlossen zu tragenden Schutzmänteln und unter fest sitzenden Helmen halten sie vorsichtig Abstand zu den riesigen Bottichen, wenn in die entstandene, fast 1.000 Grad heiße Metallsuppe spezielle Halb- und Übergangsmetalle eingerührt werden, um für die Industriekunden maßgeschneiderte Legierungen zu mischen.

Verblüfft sehen sie durch ihre Schutzbrillen, dass dem glühenden und zuweilen auch sprühenden Hüttenaluminium bis zu einem Drittel des Volumens kalte Schrottstücke zugeführt werden, die aus den Produktionsabfällen der von TRIMET belieferten Kunden stammen. Sie erfahren, dass es sich bei den in der Hitze dahin schmelzenden, sauberen Metallteilen um legierungstreue Aluminiumreste handelt, die damit nicht nur umweltschonend recycelt werden, sondern auch helfen, Zeit und Energie zu sparen.

Denn die Hinzugabe des kalten Schrotts beschleunigt das Abkühlen des Metallbreis auf Temperaturen, mit denen er anschließend in transportable Formate gegossen werden kann. Pro Jahr werden rund 80.000 Tonnen Aluschrotte den 160.000 Tonnen Hüttenaluminium zugegeben, der Anteil von recyceltem Metall an der Jahresproduktion von 240.000 Tonnen Gusslegierungen liegt also bei einem Drittel.

Bestaunt wird auch, wie sich in der Gießerei das langsam abkühlende Metall unter ständiger Qualitätskontrolle in Form gießen lässt und die Besucher erhalten gerne Antworten auf die Fragen, für welch unterschiedliche Produkte die entstehenden harten und glänzenden Bolzen und Blöcke von den Kunden der Trimet wieder weich gemacht oder verflüssigt und dann weiterverarbeitet werden.

Am 17. Juni gab es wieder einen solchen „Tag der offenen Tür“ bei der TRIMET, aber diesmal war es ein ganz besonderer: Im Rahmen des Projektes „Open Houses Ruhr 2010“ der Industrie- und Handelskammer zu Essen hatte TRIMET die Türen für angemeldete Besucher weit geöffnet, und obendrein galt es etwas zu feiern. Mit TRIMET ist Essen einer der „365 Orte im Land der Ideen“ dieses Jahres.

„Deutschland – das Land der Ideen“ ist eine gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie; die Deutsche Bank ist Partner des Programms. Den Veranstaltern geht es darum, Deutschland als ein Land mit richtungweisenden Ideen zu positionieren, die nachhaltiges Wirtschaften und die Übernahme sozialer Verantwortung fördern.

Der bei TRIMET praktizierte „Optimierte Aluminiumkreislauf“ ist eine solche Idee, mit der Energie gespart und Klima und Umwelt geschont werden. Die Optimierung besteht vor allem darin, dass die erzeugten Legierungen ohne jede Einschränkung die gleiche Qualität haben wie Legierungen, die ohne Schrottanteil hergestellt werden.

Es ist einer der Vorteile des Metalls Aluminium, dass es unter Nutzung entsprechender technologischer Prozesse endlos wiederzuverwerten ist, und zwar ohne jede Qualitätseinschränkung, wieder und immer wieder. TRIMET hat mit seinem ausgezeichneten Verfahren die klassische Trennung zwischen Primäraluminium (Hüttenaluminium) und Sekundäraluminium (Recyclingaluminium) letztlich aufgehoben.  

Ralf Ehser, Managing Director und Regionalchef der Deutschen Bank, hielt die Laudatio und überbrachte die sichtbaren Zeichen der ausgesprochenen Anerkennung, Urkunde, Pokal und Plakette. Letztere wird an einer für Mitarbeiter und Besucher gut sichtbaren Stelle im Werk ihren dauerhaften Platz finden. Am 6. Dezember will TRIMET erneut einen „Tag der offenen Tür“ gestalten, der als Dankeschön an die Jury von „Land der Ideen“ zu verstehen ist und wiederum allen Interessierten gegen Voranmeldung die Möglichkeit gibt, TRIMET in die Töpfe zu schauen, in denen das Besondere geschieht.

Von: Mathias Scheben

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