Bundesumweltminister Altmaier zu Gast beim Werkstoffspezialisten TRIMET

Bundesumweltminister Peter Altmaier bei der WerksbesichtigungBundesumweltminister Peter Altmaier bei der Werksbesichtigung

04.02.2013 | Bundesumweltminister Peter Altmaier besuchte heute den Essener Standort der TRIMET ALUMINIUM AG. Bei einer Werksbesichtigung informierte sich Altmaier gemeinsam mit weiteren Politikern über die Aluminiumproduktion und die aktuellen Entwicklungen des vielseitigen Werkstoffs. Mit dem TRIMET Vorstandsvorsitzenden Dr. Martin Iffert und dem TRIMET Leiter der Energiewirtschaft Heribert Hauck erörterten die Gäste die Herausforderungen der energieintensiven Industrie durch die Energiewende und den Beitrag, den das Unternehmen zu deren Gelingen leisten kann.

TRIMET entwickelt virtuellen Stromspeicher

In Zusammenarbeit mit internationalen Forschungsinstituten entwickelt TRIMET derzeit ein Verfahren, das den Energiebedarf des Produktionsprozesses an eine schwankende Stromversorgung anpasst. Die Aluminiumhütte wird dabei zu einer virtuellen Batterie, die fluktuierende Strommengen aus erneuerbaren Energiequellen aufnimmt. „Mit unserem virtuellen Stromspeicher revolutionieren wir den Produktionsprozess der Aluminiumelektrolyse und passen industrielle Verfahren den Bedingungen grüner Stromversorgung an“, sagte TRIMET Vorstandsvorsitzender Iffert. „Damit ermöglichen wir die Integration von Energie aus Wind und Sonne in industrielle Produktionsprozesse und gehen einen großen Schritt auf dem Weg zu einer ‚Blue Technology’, die den gesellschaftlichen Nutzen des Werkstoffs Aluminium weiter vergrößert.“ Bundesumweltminister Altmaier sicherte seine Unterstützung zu: „Die Aluminiumindustrie ist einer der Grundpfeiler der heimischen Industrieproduktion. Die Innovationskraft beweist, was Forschung und Entwicklung am Standort Deutschland leisten können.“

Das Projekt gibt eine Antwort auf eine zentrale Herausforderung der Energiewende. Der steigende Anteil von Wind- und Solaranlagen führt zu schwankenden Erzeugungsmengen, die in das Stromnetz eingespeist werden. Es werden Stromspeicher benötigt, um gleichstarke Strommengen für Haushalt und Industrie zur Verfügung zu stellen. Mit der Flexibilisierung des Elektrolyseverfahrens kann der Produktionsbetrieb eine Pufferspeicherung zwischen Erneuerbarer Erzeugung und Haushaltsverbrauch übernehmen. Das Modell von TRIMET belegt, dass ökologische Stromerzeugung und industrielle Wertschöpfung Hand in Hand gehen können. TRIMET will das neue Verfahren in den nächsten Monaten in einer Pilotanlage testen.

Schon heute zeichnen sich Produkte aus Aluminium durch eine hohe Energieeffizienz aus. Im Fahrzeugbau lässt sich durch den Einsatz von Aluminium beim Bau eines Pkws bis zur Hälfte des Gewichts einsparen – und damit auch erhebliche Mengen an Kraftstoff. Eine Gewichtsreduktion von 100 Kilogramm spart rund vier Liter Treibstoff auf 1.000 Kilometer und senkt damit auch die Schadstoffemissionen.

Von:

Menü
Zurück