Aluminiumhütte in Voerde produziert wieder mit Volllast

MdB Dr. Hans-Ulrich Krüger im Gespräch mit Dr. Martin IffertMdB Dr. Hans-Ulrich Krüger im Gespräch mit Dr. Martin Iffert

27.06.2016 | Der Bundestagsabgeordnete Dr. Hans-Ulrich Krüger hat am Montag den Standort Voerde des Aluminium-Produzenten TRIMET besucht. Bei einer Werksbesichtigung mit Dr. Martin Iffert, Vorsitzender des Vorstands der TRIMET Aluminium SE, informierte sich der ehemalige Bürgermeister von Voerde über die Produktionsabläufe in der Aluminiumhütte und der Anodenfabrik sowie über die Entwicklung seit der Übernahme durch das Familienunternehmen.

Zwei Jahre nach der Übernahme durch TRIMET hat die Aluminiumhütte in Voerde wieder ihre maximale Produktionskapazität erreicht. Zum ersten Mal seit über fünf Jahren ist Voerde wieder unter Volllast. Die insgesamt 188 Elektrolyseöfen haben eine Jahreskapazität von 95.000 Tonnen Aluminium. „Das Wiederanfahren der letzten Elektrolysezellen ist eine tolle Teamleistung und ein deutliches Signal für die Zukunft des Standorts. Voerde ist in der TRIMET Familie fest verankert. Der Standort bildet mit unserem Recyclingwerk in Gelsenkirchen und der Aluminiumhütte in Essen ein produktives Aluminiumdreieck und arbeitet mit den Partnern vor Ort gut zusammen“, sagte TRIMET Vorstandsvorsitzender Dr. Iffert.

„Die TRIMET Aluminiumhütte ist ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in Voerde. Nachdem sie vor einigen Jahren vor großen Herausforderungen stand, schreibt sie nun wieder eine echte Erfolgsgeschichte mit guten Zukunftsaussichten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für den Industriestandort. Ich bin froh, dass die Anstrengungen sich gelohnt haben“, sagte Krüger.

In der Aluminiumhütte und Anodenfabrik arbeiten 291 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter zehn Auszubildende in gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufen. Weitere fünf junge Menschen werden im Sommer ihre Ausbildung bei TRIMET beginnen.

Dr. Iffert betonte die Bedeutung einer sicheren, verlässlichen und wettbewerbsfähigen Versorgung mit Strom für den Produktionsstandort und wies auf den Beitrag der energieintensiven Grundstoffindustrie zur Umsetzung der Energiewende hin. „Als Industrieanlage, die immer am Netz ist, kann die Aluminiumhütte jederzeit Strom aus Wind- und Sonnenkraftwerken aufnehmen. Und sie kann jederzeit abgeschaltet werden, wenn das Netz es erfordert. Allein in den letzten zwölf Monaten wurden die Elektrolyseanlagen der TRIMET bereits mehr als 30 Mal kurzzeitig vom Netz genommen, um das Stromnetz zu stabilisieren“, sagte Dr. Iffert. TRIMET erprobt darüber hinaus ein Verfahren zur flexiblen Steuerung der Energiezufuhr bei der Aluminiumproduktion. Damit würde die Aluminiumhütte im Netzverbund zum Stromspeicher und fungierte als Ausgleich zwischen schwankender Energieerzeugung und bedarfsorientiertem Energieverbrauch.

TRIMET hatte die Aluminiumhütte in Voerde im Mai 2014 aus der Insolvenz mit rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übernommen und hat seitdem die Produktionskapazität kontinuierlich gesteigert. Das in Voerde hergestellte hochreine Aluminium wird unter anderem zu anspruchsvollen Hüttengusslegierungen weiterverarbeitet. Zudem werden am Standort Kohlenstoff-Anoden hergestellt, die im Elektrolyseprozess benötigt werden.

Von: Wolfgang Nübold

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