TRIMET unterstützt Emscher-Umbau

Dr. Andreas Lützerath, Philipp Schlüter, Rudolf Jelinek und Prof. Dr. Uli Paetzel beim SpatenstichDr. Andreas Lützerath, Philipp Schlüter, Rudolf Jelinek und Prof. Dr. Uli Paetzel beim Spatenstich

19.08.2019 | Die TRIMET Aluminium SE hat umfassende Baumaßnahmen für den Umwelt- und Landschaftsschutz im Ruhrgebiet begonnen. Mit dem aufwendigen Umbau des Abwassersystems am Produktionsstandort Essen leistet das Familienunternehmen einen Beitrag zur ökologischen Verbesserung der Emscher durch die Emschergenossenschaft.

Auf dem Gelände der TRIMET Aluminiumhütte im Essener Norden fand am 19. August der erste Spatenstich statt, den Philipp Schlüter, Vorsitzender des Vorstands der TRIMET Aluminium SE, und Dr. Andreas Lützerath, Mitglied des Vorstands der TRIMET Aluminium SE, gemeinsam mit Essens Erstem Bürgermeister Rudolf Jelinek und Prof. Dr. Uli Paetzel, dem Vorstandsvorsitzenden der Emschergenossenschaft, vornahmen. Mit dem neuen Abwassersystem wird die Emscher weiter entlastet. Das bisherige Mischwassersystem leitete das Kühlwasser der Aluminiumhütte und der Gießerei sowie das Sanitärabwasser des Betriebs gemeinsam mit dem Regenwasser des Werksgeländes kontrolliert in die Berne. Zur Entlastung dieses Emscher-Zuflusses wird TRIMET künftig das Mischwassersystem entkoppeln. Kühlwasser und Sanitärabwässer werden dann in einem separaten System behandelt. 

 

„Das Vorhaben von TRIMET ist ein ermutigendes Zeichen für einen gelungenen Strukturwandel, in dem die Industrie für ein lebenswertes Umfeld unserer Bürgerinnen und Bürger Verantwortung übernimmt“, sagte Rudolf Jelinek, Erster Bürgermeister der Stadt Essen.

„Als Familienunternehmen planen und handeln wir generationenübergreifend. Zur Standortsicherung gehört deshalb auch das Engagement für die Region, in der wir leben“, sagte Philipp Schlüter, Vorsitzender des Vorstands der TRIMET Aluminium SE. „Das neue Abwassersystem ist ein weiterer Beleg dafür, dass moderne Industrieproduktion mit Landschafts- und Umweltschutz Hand in Hand gehen.“ TRIMET investiert in den Bau der notwendigen Aufbereitungs- und Verteilanlagen in den nächsten zwei Jahren mehrere Millionen Euro. Das Unternehmen beteiligt sich damit an dem Generationenprojekt Emscher-Umbau zur Revitalisierung der Emscher. Der Fluss, der das zentrale Ruhrgebiet in ost-westlicher Richtung durchzieht, soll in den kommenden Jahren vom Abwasser befreit und weitestgehend renaturiert werden. „Dieses Projekt hier vor Ort ist ein wichtiger Beitrag zu unserem Emscher-Umbau. Damit kommen wir einem Mehr an Nachhaltigkeit und Lebensqualität in unserer Region einen weiteren Schritt näher – und ganz wichtig: Die Emscher wird weiter von der Schmutzwasserfracht entlastet“, sagte Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Einen wichtigen Beitrag leistet das Projekt auch im Kontext der Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“, in der die Emschergenossenschaft gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen und den Emscher-Städten Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel entwickelt. Die Zukunftsinitiative ist auch eines der Leitprojekte des Themenforums „Grüne Infrastruktur“ bei der Ruhr-Konferenz.

Am TRIMET Standort wird künftig nur noch das Regenwasser von den Dächern der Werkshallen und den versiegelten Flächen des rund 500.000 Quadratmeter großen Werksgeländes in die Berne eingeleitet. Dazu errichtet TRIMET zwei Regenrückhaltebecken mit Fassungsvermögen von 4.100 und 3.400 Kubikmetern sowie zwei Pumpwerke in zehn Metern Tiefe, die jeweils bis zu 2.200 Liter Wasser pro Sekunde in die Becken fördern können. Nach anschließender Sedimentation und Filtration wird das gereinigte Wasser in die Berne geleitet. Für das Kühlwasser aus den Produktionsanlagen und die Sanitärabwässer des Essener Produktionswerks errichtet TRIMET ein separates Kanalnetz. Dazu werden auf dem Gelände auf einer Strecke von 4,5 Kilometern neue Kanäle verlegt. Über zwei Einleitstellen wird dieses Wasser in den von der Emschergenossenschaft neu errichteten Abwasserkanal in rund 20 Metern Tiefe unterhalb der Berne eingeleitet und in den Kläranlagen des öffentlich-rechtlichen Wasserwirtschaftsverbandes gereinigt. Die Arbeiten zum Bau des neuen Kanalsystems sollen bis 2021 abgeschlossen sein. 

Von: Wolfgang Nübold

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