Neuer Standort stärkt Kreislaufwirtschaft und Rohstoffversorgung der Aluminiumindustrie

TRIMET eröffnet Recyclingwerk in Hamm

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Die TRIMET Aluminium SE hat in Hamm ihren neuen Standort für die Aufbereitung und Sortierung von Aluminiumschrotten offiziell eröffnet. Mit der Investition erweitert der Aluminiumspezialist seine Recyclingkompetenz und integriert wichtige Arbeitsschritte der Kreislaufwirtschaft in das eigene Unternehmen. Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, nahm im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft die hochmoderne Sortieranlage in Betrieb.

„Eine wettbewerbsfähige Industrie in Europa braucht eine sichere Rohstoffversorgung und leistungsfähige Kreisläufe. Aluminium kann dabei eine besondere Stärke ausspielen, weil es sich immer wieder recyceln lässt“, sagte Philipp Schlüter, Vorstandsvorsitzender der TRIMET Aluminium SE. „Mit dem neuen Standort in Hamm bauen wir unsere Möglichkeiten aus, Aluminiumschrotte für hochwertige Anwendungen aufzubereiten. Damit stärken wir unsere Rohstoffbasis und schaffen zugleich eine wichtige Voraussetzung dafür, unsere Kunden auch künftig zuverlässig mit Aluminiumwerkstoffen mit hohen Recyclinganteilen zu versorgen.“

Am neuen Standort übernimmt TRIMET Arbeitsschritte, die bislang überwiegend von externen Partnern ausgeführt wurden. Herzstück des Werks ist eine moderne Sortieranlage, die Aluminiumschrotte mithilfe der laserbasierten LIBS-Technologie analysiert und automatisch verschiedenen Materialfraktionen zuordnet. Das System kann bis zu 150 Teile pro Sekunde spektroskopisch untersuchen und auch geringe Anteile von Legierungselementen wie Silizium, Kupfer, Eisen oder Magnesium erkennen. Anschließend werden die Schrotte durch Luftimpulse getrennt. Eine Schrottpresse verdichtet das sortierte Material zu transport- und schmelzfähigen Paketen.

Der Standort ist auf eine Verarbeitungskapazität von bis zu 40.000 Tonnen Aluminiumschrott pro Jahr ausgelegt. Durch die präzisere Sortierung kann TRIMET die eingesetzten Recyclingrohstoffe gezielter für unterschiedliche Legierungen bereitstellen. Die Einbindung des Werks in die Produktionsplanung der Aluminiumhütten, Gießereien und Recyclingwerke erhöht die Flexibilität bei der Rohstoffversorgung und trägt dazu bei, den Einsatz von Primärrohstoffen zu reduzieren.

„Ob die Transformation unserer Industrie gelingt, hängt auch davon ab, ob wir wertvolle Rohstoffe im Kreislauf halten. Aluminium ist dafür ideal: Es lässt sich immer wieder nutzen“, sagte Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. „Recycling macht uns unabhängiger, schont Ressourcen und stärkt den Industriestandort Nordrhein-Westfalen. Das Werk in Hamm zeigt, was möglich ist: In gut einem Jahr von der Planung bis zum Betrieb. Das zeigt, wenn Wirtschaft, Stadt und Land an einem Strang ziehen, geht es schnell.“

Zur schnellen Fertigstellung der neuen Anlage trug nach Angaben von TRIMET vor allem die enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden bei. 

„Dass wir einen Standort dieser Größenordnung in gut einem Jahr realisieren konnten, ist keineswegs selbstverständlich“, sagte Philipp Schlüter. „Mein besonderer Dank gilt deshalb der Stadt Hamm und dem Land Nordrhein-Westfalen. Die konstruktive Zusammenarbeit und die zügigen Genehmigungsverfahren haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir unsere Planungen schnell umsetzen konnten. Das ist ein starkes Signal dafür, dass industrielle Investitionen in Deutschland möglich sind, wenn Unternehmen, Verwaltung und Politik gemeinsam an einem Ziel arbeiten.“

Mit der Inbetriebnahme des Standorts Hamm setzt TRIMET den Ausbau seiner Recyclingaktivitäten fort. Die präzise Aufbereitung unterschiedlicher Aluminiumschrotte erhöht die Qualität der verfügbaren Recyclingströme und erweitert die Möglichkeiten, hochwertige Aluminiumwerkstoffe mit steigenden Recyclinganteilen herzustellen. Damit stärkt der Werkstoffspezialist zugleich die Ressourceneffizienz und die Versorgungssicherheit seiner Produktionsstandorte.

Als innovatives, mittelständisches Familienunternehmen entwickelt, produziert, recycelt, gießt und vertreibt TRIMET an acht Standorten moderne Leichtmetallprodukte aus Aluminium. Mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen gemeinsam mit unseren Kunden dafür, dass Autos sparsamer, Flugzeuge leichter, Windräder und Stromanlagen effizienter, Bauwerke moderner und Verpackungen ökologischer werden. TRIMET bekennt sich zu sozialer und ökologischer Verantwortung. Das Unternehmen leistet seinen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft. Produktion und unternehmerisches Handeln folgen dem Leitbild der Nachhaltigkeit, wie es von den Vereinten Nationen in den 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung festgelegt wurde.