TRIMET modernisiert am Standort Voerde die Aufbereitung von Restanoden

Neue Technik für die Anodenproduktion

In der Anodenfabrik am TRIMET Standort Voerde wurde der bisherige Kegelbrecher nach fast 50 Jahren Betrieb durch eine neue Anlage ersetzt. Der neue Brecher modernisiert einen wichtigen Schritt bei der Aufbereitung von Restanoden und bietet deutliche Vorteile bei Prozesseffizienz und Arbeitssicherheit.

Der Kegelbrecher übernimmt bei der Aufbereitung von Restanoden eine zentrale Aufgabe. Restanoden aus der Aluminiumproduktion werden so verarbeitet, dass das enthaltene Kohlenstoffmaterial anschließend in der Anodenfabrik für die Herstellung neuer Anoden genutzt werden kann.

Die Aufbereitung erfolgt in mehreren Schritten: Über Förderbänder gelangt das Material zunächst zu einem Backenbrecher und wird dort vorgebrochen. Anschließend zerkleinert der Kegelbrecher die Kohlenstoffbrocken weiter. Ein Sieb trennt die gewünschte Korngröße ab und leitet sie zur weiteren Verarbeitung in die Anodenfabrik. Material, das noch zu grob ist, wird erneut dem Kegelbrecher zugeführt.

Der neue Kegelbrecher verfügt über eine moderne Steuerung und eine hydraulische Spaltverstellung. Bei Fremdkörpern öffnet sich der Brechspalt automatisch. Im Störfall kann die Anlage zusätzlich manuell hydraulisch aufgefahren werden. Damit verbessert die neue Technik nicht nur den Prozess, sondern auch die Arbeitssicherheit.

Der Austausch erforderte umfangreiche elektrische Arbeiten und Anpassungen an der Anlagensteuerung. Für die Demontage wurde der rund 20 Tonnen schwere bisherige Brecher zunächst in mehrere Komponenten zerlegt. Anschließend montierte das TRIMET Team gemeinsam mit dem Lieferanten den neuen, rund 25 Tonnen schweren Kegelbrecher einschließlich Hydraulik- und Schmieröleinheit.

Um den engen Zeitplan einzuhalten, arbeiteten zahlreiche TRIMET Mitarbeiter im Schichtbetrieb und zusätzlich am Wochenende. Durch ihren Einsatz konnte die Modernisierung planmäßig abgeschlossen werden.